Videoüberwachung: auch auf Baustellen und in mobilen Szenarien möglich

Sicherheitsexperte Harald Buchholz über die Möglichkeiten immer kleinerer und flexibler Videotechnik


Gelegenheit macht Diebe. Wir glauben: Wo Werte liegen, sollte Sicherheitstechnik installiert sein. In vielen Branchen sind Alarmanlagen und Videoüberwachung inzwischen selbstverständlich. Aber es gibt bis heute Bereiche, in denen Diebstähle an der Tagesordnung sind, weil viele Entscheider bis heute glauben: In meiner Branche gibt es keinen effizienten Diebstahlschutz. Ein Beispiel sind Freiluft-Szenarien wie Baustellen oder sich bewegende Objekte wie Food Trucks, Nutzfahrzeuge und Yachten.

Unser Experte Harald Buchholz sagt: Diese Szenarien können wir kosteneffizient mit einer Videoüberwachung schützen. Denn Videoüberwachung ist heute klein, stabil, einfach zu bedienen und mobil. Das weiß nur noch nicht jeder, weil die Entwicklung in diesem Bereich sehr schnell geht. Buchholz sagt: Errichter und Fachplaner dürfen und sollten viel mehr Bauunternehmen aktiv ansprechen und über die Möglichkeiten flexibler Videoüberwachung aufklären. Und hier schreibt er, wieso.


Baustellen sind besonders anfällig für Diebstähle und Vandalismus – und der Schaden ist besonders groß

Immer wieder lese ich von dreisten Diebstählen auf Baustellen. Diebe klauen Kabel und Werkzeug aus Containern, manchmal verschwinden über Nacht zwei komplette Badezimmereinrichtungen.

Lassen Sie sich kurz auf der Zunge zergehen, wie aufwendig es ist, zwei Badezimmereinrichtungen zu stehlen. Das ist logistischer Aufwand. Die Diebe müssen sich sehr sicher gefühlt haben. Dabei sind die tatsächlich entwendeten Materialien nur ein Teil des Schadens. Fehlen wichtige Bauteile oder Werkzeuge auf der Baustelle, kommt der Betrieb zum Erliegen. Bauunternehmen müssen Ersatzteile erst besorgen, der ganze Bau verzögert sich.

Der Schaden übersteigt bei einem Diebstahl auf der Baustelle fast immer die Kosten guter Sicherheitstechnik.

Sicherheitstechnik ist im 21. Jahrhundert wirtschaftlich, klein und mobil – nicht mehr teuer und sperrig

Viele Bauunternehmen und Bauherren befürchten noch immer, eine gut geplante Videoüberwachung sei sehr teuer und aufwendig. Das Resultat dieser Mentalität sind weitgehend ungesicherte Baustellen und verschwindend geringe Aufklärungsraten bei Diebstählen. Ich sage: Videoüberwachung muss so kosteneffizient sein, dass wir sie auch in temporären, kleinräumigen oder mobilen Szenarien nutzen können.

Ein kleiner Videorecorder und eine flexible Kamera reichen für eine Videoüberwachung auf Baustellen

Die Kosteneffizienz, von der ich oben spreche, war vor einigen Jahren noch nicht gegeben. Da war Sicherheitstechnik wirklich teuer und klobig. Heute ist das nicht mehr der Fall. Mit sehr kompakten 2-Kanal-Digital-Videorecordern ist es günstiger und einfacher als je zuvor, eine Baustelle oder einen Imbisswagen zu sichern.

Sie könnten in einem Baufahrzeug einen kleinen Videorecorder unterbringen. Dann kombinieren Sie den Videorecorder mit einer kleinen Videokamera, die mit einer Rohrschelle flexible Montagemöglichkeiten bietet. Somit hätten Sie eine mobile Videoüberwachung. Mobil ist diese Lösung in zweierlei Hinsicht: Einerseits ist der Recorder in wenigen Minuten ein- und ausgebaut und überall nutzbar, wo Strom liegt. Andererseits ist die Recorder-Kamera-Kombo in einem (Bau-)Fahrzeug ganz wortwörtlich mobil.

Natürlich kann diese kleine, flexible Videorecorder-Kamera-Kombo überall dort überwachen, wo ein trockener, geschützter Platz auf der Baustelle ist. Dafür muss der Videorecorder vier Voraussetzungen erfüllen:

  1. Der Recorder muss klein genug sein, um in die Kabine eines Baufahrzeugs zu passen.
  2. Es muss egal sein, in welcher Lage der Videorecorder eingebaut ist.
  3. Der Recorder darf nicht empfindlich für Erschütterungen sein.
  4. Der Recorder darf nicht empfindlich für Staub sein.

Videorecorder wie der AXR-202SSD sind so klein wie ein Radio, unempfindlich gegen Erschütterungen und Staub und erlauben den Zugriff per Smartphone.

So viel Technik passt auf 174 x 40 x 85 Millimeter.

Zugriff per Smartphone macht Videotechnik so vielseitig wie nie zuvor

Was viele gerne vergessen: Videoüberwachung ist nicht nur Sicherheit. Bauleiter und Poliere können eine gute Videoüberwachung auch nutzen, um sich bequem einen Überblick über einen spezifischen Teil der Baustelle zu verschaffen. Wenn Sie die Überwachungskamera sowieso flexibel per Rohrschelle überall montieren können, gehen Sie so vor: Tagsüber richten Sie die Kamera auf einen Bauabschnitt, den ein Kollege per Smartphone überwachen möchte. Nachts überwachen Sie mit der Kamera den Baucontainer, ein Fahrzeug oder alles, was diebstahlgefährdet ist.

Auch in anderen Branchen taugt eine gute Videoüberwachung zu mehr als nur der klassischen Überwachung.

Eine kosteneffiziente Videoüberwachungen könnten Bauleiter also auch für die Baustellen-Disposition einsetzen.

Wenn Videotechnik günstig und flexibel ist, gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, sie einzusetzen. Im Grunde überall dort, wo etwas aus der Ferne beobachtet, kontrolliert und geprüft werde muss. Ich habe bereits einen Artikel darüber geschrieben, welche Möglichkeiten eine gute Videoüberwachung mit Smartphone-Zugriff bietet.

Tipp für Planer und Errichter: Bedenken Sie, wie Nutzer die Videoüberwachung im Ernstfall am besten auswerten können

Auf der Baustelle wurde ein Schaden angerichtet und die Nutzer wollen die Aufnahmen der Videoüberwachung auswerten. Es gibt dazu 4 Möglichkeiten:

Der Videorecorder ist so eingebaut, dass Sie ihn jederzeit mitnehmen und an einem anderen Ort auswerten können.

Der Videorecorder ist so eingebaut, dass Sie mit einem Monitor direkt vor Ort über einen HDMI-Anschluss die Aufnahmen angucken können.

Der Videorecorder ist so eingebaut, dass Sie über eine Netzwerkleitung einen Laptop zum Angucken nutzen können.

Sie nutzen einen Internet-Cube, um die Aufnahmen an einen Arbeitsplatz zu schicken.

Moderne Sicherheitstechnik macht mobile, flexible Videoüberwachung möglich: 3 Beispiele

1. Food Trucks

Einbrüche in Food Trucks häufen sich. Denn Food Trucks und Imbissbuden sind so gut wie nie gegen Einbrüche geschützt. Sie stehen häufig auf Parkplätzen und sind für Diebe leicht zugänglich. Wenn der Einbrecher aber bei seinem Einbruchsversuch direkt einer kleinen Überwachungskamera ins Auge schaut, bricht er den Versuch vielleicht ab. Bemerkt er die Überwachungskamera nicht, haben Sie zumindest sachdienliche Hinweise für die Polizei und die Versicherung.

 

Tipp: Heutzutage erkennen die meisten Security-Videorecorder Bewegungen. Sie müssen bei einer Videoüberwachung also nicht 24 Stunden aufnehmen, sondern nur, wenn sich etwas bewegt. Das macht allerdings die Speicherkapazität des Recorders schwerer vorhersehbar. Denn wenn sich im Überwachungsbereich unerwartet viel bewegt, ist die Speicherkapazität schneller ausgeschöpft.

2. Boote und Wohnmobile

Alles, was sich bewegt, können Sie über erschütterungsresistente Videorecorder überwachen. Mit einem kostengünstigen Relais können Sie den Recorder so einstellen, dass er nur zu bestimmten Zeiten aufnimmt oder nur aufnimmt, wenn der Zündschlüssel gezogen wurde. Würde ein Bootsverleiher zum Beispiel die Recorder-Kamera-Kombi einsetzen, nähme der Recorder nur auf, wenn das Boot unbeaufsichtigt im Hafen liegt. In einem Wohnmobil können Sie die Kamerabilder auch direkt auf dem Fernseher anschauen. Vielleicht eine Chance, Tiere in der Natur zu filmen und zu beobachten?

Sie merken vielleicht: Ist Videotechnik klein und flexibel, sind der kreativen Zweckentfremdung keine Grenzen gesetzt.

3. Die Überwachung von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen

Ein Traktor kostet leicht 350.000 Euro und mehr. Diese schweren Maschinen sind unter anderem so teuer, weil sie ein ganzes Rechenzentrum unter der Haube haben, inklusive GPS, Trackingsystemen und allen möglichen Komfort-Funktionen für den Fahrer. Häufig stehlen Diebe nicht den ganzen Traktor, sondern lediglich die verbaute Technologie. Das ist nicht nur ein riesiger materieller Schaden für den Besitzer. Es bedeutet, ähnlich wie bei der Baustelle, dass Arbeitszeit verloren geht, weil das Gerät nicht einsatzbereit ist.

Fazit: Sicherheitstechnik ist heute für fast alle Bereiche anpassbar. Das ist aber weitgehend unbekannt.

Die Kriminalitätsstatistiken zeigen, dass ein Umdenken nötig ist. Statistiken und Erhebungen wie die Kölner Studie machen deutlich, dass Sicherheitstechnik nicht auf große Eigenheime und besonders gefährdete Objekte beschränkt sein darf. Hier sind aber auch Errichter und Fachplaner für Sicherheitstechnik in der Pflicht, aufzuklären. Denn vielen Bauherren ist noch nicht bewusst, dass Videoüberwachung auch klein, flexibel und günstig geht.

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