Überwachungskameras mit Handys verbinden: 4 Möglichkeiten, die sich daraus ergeben – und ein Hinweis zur Sicherheit

Die Kombination von Überwachungskameras und Handys erweitert das Aufgabenfeld der Videoüberwachung


Früher war Videoüberwachung entweder „high end“ und damit kaum zu bezahlen, oder günstig, dafür aber qualitativ sehr begrenzt. Durch neue Materialien und moderne Produktionsverfahren ist das im 21. Jahrhundert anders – hochwertige Videoüberwachungssysteme müssen nicht mehr teuer sein. Private Haushalte und kleine und mittlere Betriebe profitieren davon. In diesen Fällen gibt es keine Person, die 24/7 vor einem Bildschirm sitzt und sich die überwachten Bereiche des Betriebs oder des Hauses ansieht. Stattdessen kann die „Überwachung zwischendurch“ auch ein mobiles Endgerät leisten. Unser Experte Harald Buchholz stellt 5 Möglichkeiten der Videoüberwachung per Handy vor.


 

Übrigens: Haben Sie bei diesem Thema Sicherheitsbedenken? Das verstehen wir. Aber eine Überwachungskamera mit dem Handy zu verbinden, birgt die gleichen Sicherheitsanforderungen wie andere Methoden. Lesen Sie direkt hier dazu weiter.

1. Sie können standortunabhängig überwachen

Dieser Vorteil liegt wohl am meisten auf der Hand. Das Potenzial in vollem Umfang zu begreifen braucht aber etwas Kreativität. Überwachungskameras mit Handys zu verbinden bedeutet: Die Kamera kann viel mehr Aufgaben übernehmen, also „nur“ Sicherheitszwecke erfüllen:

  • mobile Überwachung von Lagerbeständen
  • mobile Überwachung der Fahrzeugflotte für Unternehmen
  • mobile Überwachung des Kundenaufkommens oder des Personalbedarfs in Ladengeschäften
  • mobile Überwachung der freien Kapazität von Bootsanlegern und Parkplätzen
  • mobile Überwachung von Tierboxen und dortigen Futterbeständen
  • mobile Überwachung von Wasserständen in Tanks und Becken
  • mobile Überwachung in Naturschutzzonen in Verbindung mit einem Bewegungsmelder
  • mobile Überwachung von Anliefer- oder Ladeflächen

Bei diesen Aufgaben handelt es sich immer um Situationen, in denen eine schwenkbare Kamera zwar nützlich ist, aber keine hohe Schwenkgeschwindigkeit nötig ist. Denn hier muss die Kamera keine Beweisbilder aufnehmen und einem Einbrecher folgen, sondern lediglich beobachten.

2. Sie können Videoüberwachung, Alarmanlagen und Mobilgerät zu einem System vernetzen

Alarmanlagen können schon relativ lange eine Alarmmeldung auf das Mobilgerät des Eigentümers schicken. Dass Sie jetzt mit dem gleichen Mobilgerät auf ihre Videoüberwachung zugreifen können, ist nur konsequent. So kann der Eigentümer bei einem Alarm schauen: Steht ein Fenster oder eine Tür offen? Ist an meinem Objekt etwas beschädigt? Ist jemand auf dem Grundstück? Steht mein Auto noch da?

Die Möglichkeit, jederzeit den Status des Eigentums überprüfen zu können, gibt vielen Menschen ein großes Sicherheitsgefühl.

Moderne Recorder verfügen zudem über Bewegungserkennung. Wenn im überwachten Gebiet etwas passiert, können Sie das als Push-Nachricht aufs Handy bekommen. Es gibt Modelle, die nur eine Mailbenachrichtigung zulassen. Aber: In aller Regel haben Mail-Apps die Funktion, bei bestimmten Absendern eine Push-Benachrichtigung zu senden. Dann können Sie einfach einstellen, dass Sie bei einer Mail durch die Kamera eine solche Nachricht bekommen. Mit einer geschickten Konfiguration könnten Sie sich so eine Benachrichtigung auf Ihr Handy schicken lassen, wenn jemand an Ihrem Briefkasten ist.

3. Sie können den Rekorder aus der Ferne konfigurieren

Mit dem Mobilgerät greifen Sie nicht auf die Kamera selbst, sondern auf den Rekorder zu. Aus beliebiger Entfernung können Sie bei einem coaxial-basierten System die Einstellungen des Rekorders verändern, etwa die Aufnahmeintervalle oder die Speichereinstellungen.

Bei netzwerk-basierten Systemen können Sie sogar über den Fernzugriff auf den Rekorder einige Einstellungen der Kamera selbst verändern, etwa die Bildhelligkeit.

4. Sie können über mehrere Handys gleichzeitig auf die Kamerabilder zugreifen

Sowohl im privaten Bereich als auch im Gewerbe – etwa für Ladenbesitzer – ist es bequem, dass nicht nur eine Person die Bilder der Kameras streamen kann. Der eine kann von einem beliebigen Ort auf eine Außenkamera zugreifen, während eine andere Person im Gebäude auf die Kamera für den Innenraum oder das Lager zugreift – oder beide Personen auf die gleiche Kamera. Zugegeben: Dafür braucht es eine gute Datenübertragungsrate.

Videoüberwachungssysteme, die per Handy genutzt werden, sind nicht unsicherer als andere Systeme

Das Mobilgerät greift nie direkt auf die Kamera zu – dafür müssten Sie im gleichen W-LAN wie die Kamera sein. Die Kamera sendet an den Rekorder, der Rekorder stellt die Informationen verschlüsselt einem Internetdienst zur Verfügung. Das Mobilgerät greift auf diesen Internetdienst als Verteiler zu. Dieser Verteiler ist dafür zuständig, dem Handy oder Tablet mitzuteilen, unter welcher (IP-)Adresse der entsprechende Rekorder zu Hause erreichbar ist. Dafür muss der Rekorder im heimischen Netzwerk mit dem Internet verbunden sein. Die Steuerung funktioniert auf dem Mobilgerät per App. Der zwischengeschaltete Internetdienst übernimmt die Autorisierung. Das geschieht per Seriennummer des Rekorders sowie Benutzername und Passwort. So ist die Verbindung zwischen Rekorder und Mobilgerät sicher.

Wichtig ist nur, dass Sie zu Beginn das Standard-Passwort und den Standard-Benutzernamen ändern. Beachten Sie die typischen Standards beim Kennwort: Nicht der Name eines Verwandten, Ihre Hausnummer oder ähnliche leicht zu erratende Wörter.

Fazit: Wenn Videoüberwachung mobil ist, erweitert sich das Einsatzgebiet erheblich.

Mobilgeräte machen Videoüberwachung bequemer und vor allem facettenreicher. Überwachungssysteme waren bisher sensiblen Sicherheitsbereichen vorbehalten – vor allem, weil sie schlichtweg teuer waren. Heute sind Überwachungskameras so erschwinglich, dass sie eine Vielzahl von Prozessen erleichtern können. Überwachungskameras ersetzen in Kombination mit Mobilgeräten komfortabel eines oder mehrere Augenpaare und sparen den Weg ins Lager oder zeitraubende Kontrollgänge.


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