Lautsprecher im Außenbereich: So geht guter Sound für Außengastro

Von Biergarten bis Eiscafé: Was Sie bei der Verplanung von Lautsprechern im Außenbereich beachten sollten


Die Vögel zwitschern, die Gläser klirren, Menschen entspannen sich in der Sonne oder unterhalten sich leise. Naja, mehr oder weniger leise. Und dann krachen Gläser und Besteck aneinander. Moment, haben Sie gerade versehentlich das Gespräch vom Tisch mitbekommen? Eigentlich taktlos. Also, was passiert hier? Die Antwort: Fehlt in einer (Außen-)Gastronomie die Hintergrundmusik, kann es unangenehm leise und gleichzeitig irgendwie geräuschvoll sein. Und gut gewählte und hochwertig abgespielte Hintergrundmusik hilft nicht nur dagegen, sondern beeinflusst sogar den Konsum und die Bewertung der Gäste positiv. Allerdings gilt es für Lautsprecher in Außenbereichen einiges zu beachten. Was genau, erfahren Sie hier.

Im Außenbereich sind passive Lautsprecher eine gute Wahl

Faustregel für Außenbereiche: lieber mehr Lautsprecher aufstellen, diese dafür leiser. Nur so erzeugen Sie ein relativ gleichmäßiges Schallfeld im Freiraum. Allein schon deswegen eignen sich passive Lautsprecher mit ihrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis oft besonders. Passive Lautsprecher müssen allerdings an einen ELA-Verstärker angeschlossen sein und sollten schon deswegen anders geplant werden. Denn entweder steuern Sie dann alle Lautsprecher gemeinsam, zentral vom Verstärker aus. Oder Sie brauchen einen Verstärker, mit dem Sie die Lautsprecher in Gruppen auf mehrere Zonen aufteilen können. Die Passivität ist dabei ein Vorteil dieser Lautsprecher im Außenbereich: Weil Lautsprecher wie die ESP-232/WS selbst keinen integrierten Verstärker mitbringen müssen, haben sie mehr Platz für hochwertige Technik und damit für einen besseren Klang. Nicht zuletzt zählt bei Lautsprechern auch die Größe! Hier ist es besonders gut, wenn Lautsprecher in Zwei-Wege-Design einen gleichmäßigen Frequenzgang abdecken, beispielsweise durch eine Mischung aus 13-cm-Polypropylen-Tiefmitteltöner und Dome-Tweeter. Das ermöglicht schöne runde Bässe und klare Höhen, die sich im luftigen Außenbereich durchsetzen.

 

Passive Lautsprecher für den Außenbereich


Draußen braucht’s mehr Schalldruck

Der Außenbereich ist aber auch für eine Beschallung mit passiven Lautsprechern ein wenig schwerer zu verplanen: keine Wände als Raumbegrenzung, der Wind und Hintergrundgeräusche spielen eine Rolle, es kann regnen. Das sollten Sie (selbst oder als Dienstleister für die späteren Anwender) bei der Wahl der Lautsprecher und des Verstärkers bedenken. Ein geschlossener Raum mit 80 Quadratmetern braucht eher weniger Power als ein offener Biergarten von 80 Quadratmetern. Der Grund ist, dass der Schall draußen nicht (so stark) von (Stell-)Wänden oder Pergolas eingefangen wird, sondern sich frei in alle Winde zerstreut.

 

Draußen braucht’s (noch mehr) gute Positionierung oder Richtwirkung

Um dem entgegenzuwirken, wählen Sie Lautsprecher mit besonders fokussierter Richtwirkung, etwa wetterfeste Tonsäulen. Beachten Sie für Außengelände ganz besonders den Abstrahlwinkel Ihrer Lautsprecher. So vermeiden Sie, dass zu viel Schallenergie in Richtung der Bäume, der Hecke oder des Himmels verfliegt. Dicht belaubte Bäume oder hohe Büsche sind als Faktoren nicht zu unterschätzen, da sie massiv Schall schlucken.

Das kann wichtig sein, wenn der Biergarten zwei unterschiedliche Bereiche hat. Oder wenn Sie empfindliche Nachbarn haben. Am besten dafür geeignet sind immergrüne Sträucher und Laubgehölze, so dickblättrig wie möglich. Als Gegenbeispiel eignen sich Koniferen weniger gut. Wählen Sie Bäume und Sträucher mit dichten Ästen, die bis auf den Boden reichen, etwa Stechpalmen oder Wacholder. Insgesamt sollte Ihnen aber klar sein: Eine dicke Mauer schirmt noch besser ab. Sieht allerdings nicht so gut aus. Kompromiss: beides nutzen, wenn es irgendwie geht, also Pflanzen entlang der Wand. Wenn Pflanzen den Lärm nicht genug reduzieren, hilft fließendes Wasser. Das kann zum Beispiel ein Gartenbrunnen sein. Fließendes Wasser nehmen wir in Außengastronomien in der Regel sowieso als beruhigend wahr. Win-win! Es hat aber auch einen akustischen Effekt: Es maskiert unangenehme Geräusche von der Straße oder vom Nachbargrundstück.

Besonders elegante Lösung: Lautsprecher im Außenbereich in Steinoptik und omnidirektionaler Abstrahlung

Besonders elegante Lösung: Lautsprecher im Außenbereich in Steinoptik und omnidirektionaler Abstrahlung

Die können Sie unbesorgt mittig in der Beschallungsfläche platzieren. Ein Beispiel für omnidirektionale Lautsprecher ist der GLS-301/GR, in Steinoptik, der zum Beispiel in einem Hochbeet mitten im Biergarten stehen kann. Sie müssten dann nicht aufhängen, bohren, schrauben, ausrichten, sondern lediglich die Verkabelung zum Verstärker stolperfrei und sicher gewährleisten.


Mehr zum GLS-301/GR


Die können Sie unbesorgt mittig in der Beschallungsfläche platzieren. Ein Beispiel für omnidirektionale Lautsprecher ist der GLS-301/GR, in Steinoptik, der zum Beispiel in einem Hochbeet mitten im Biergarten stehen kann. Sie müssten dann nicht aufhängen, bohren, schrauben, ausrichten, sondern lediglich die Verkabelung zum Verstärker stolperfrei und sicher gewährleisten.


Mehr zum GLS-301/GR

Mehr nützliche Tipps rund um Beschallungstechnik:

Wie viele Lautsprecher im Außenbereich und wie viel Leistung brauchen Sie?

Es ist schwierig, ein Standarddesign oder pauschale Empfehlungen zu nennen, da jeder Außenbereich anders ist. Außengastronomien haben Mauern, Zäune, sich bewegende Menschen, Bäume, Laub und architektonische Merkmale, die sich von denen eines weitläufigen Rasens im Hinterhof unterscheiden. Die erste Überlegung sollte sein: Wie groß ist der Bereich, den Sie mit Sound füllen wollen?

Für die kleine Außengastro direkt an der Fassade

Wenn Sie nur auf einer kleinen Terrasse (Eiscafé) eine Beschallung umsetzen möchten, reichen oft zwei gute Boxen aus, die in einer Höhe von zwei bis drei Metern an der Seite des Gebäudes angebracht sind. Diese sollten leicht angewinkelt zur Mitte des Außenbereichs strahlen. Ein einzelner Lautsprecher reicht meist nicht. Eine Gesamtleistung von 100 Watt ist normalerweise für die meisten kleinen Gebiete in Vorgarten-Größe ausreichend. Wir empfehlen, zunächst mit der Aufstellung der Lautsprecher zu experimentieren, um herauszufinden, wo sie hin sollen und wie weit sie voneinander entfernt sein sollten.

 

Für das große Outdoor-Erlebnis

Wenn der Außenbereich mehr ist als ein kleiner Riegel vor der Front des Gebäudes, etwa bei Biergärten oder größeren Außengastronomien, benötigen Sie Lautsprecher an mehreren Stellen. In der Regel kann ein Paar ELA-Lautsprecher eine Fläche von ca. 20 Quadratmetern abdecken, wenn es um niedrige Lautstärke, also Hintergrundbeschallung, geht. Dabei kommt es aber natürlich auf die Leistung der Lautsprecher und den Lärmpegel vor Ort an.

Für kleinere und mittlere Außenbereiche reicht ein einfaches Set-up mit einigen 100-Volt-Lautsprechern auf jeder Seite der Beschallungsfläche.

Der Vorteil einer größeren Wattzahl bei Lautsprechern ist nicht nur die potenzielle Erhöhung der Lautstärke. Es geht oft auch eine bessere Klangqualität und Abdeckung bei geringerer Lautstärke damit einher. Experimentieren Sie auch hier, starten Sie mit diesen Vorgaben:

  • Bereiche von weniger als 30 Quadratmetern: Ein Paar 60-Watt-Lautsprecher, installiert unter dem Dachvorsprung in einem Abstand von 6 Metern, bieten meist eine gute Abdeckung.
  • Bei einer Fläche von 30 bis 50 Quadratmetern sollten Sie sich für 80- bis 100-Watt-Lautsprecher entscheiden.
  • 150- bis 175-Watt-Lautsprecher decken 55 bis 75 Quadratmeter mit klarem, scharfem Sound bei geringer Lautstärke ab.

 


Eine Lösung für außergewöhnliche Aussenbeschallung:

FOODTRUCK

Foodtruck-Audiosystem
Foodtruck-Audiosystem Eine neue Esskultur erobert die Welt: Foodtrucks liegen voll im Trend und versorgen uns auf Festivals, Events oder…

Mit der 100-Volt-Technik ist die Berechnung der Leistung des ELA-Verstärkers besonders einfach

Die Anschlussleistungen aller Lautsprecher addieren, fertig. 6 Lautsprecher à 20 Watt brauchen einen ELA-Verstärker mit mindestens 120 Watt Power mit ein wenig Puffer-Leistung. Da ist ein ELA-Mono-Class-D-Mischverstärker wie der PA-914D vollkommen ausreichend. Achtung: Soll es für ein Event etwas mehr Bass sein, brauchen Sie einen Subwoofer, der im Außenbereich zumeist ebenfalls passiv ist.

Die Belastbarkeit ist ein wichtiges Qualitätskriterium für Lautsprecher im Außenbereich, da hier der Schall nicht so gut übertragen wird.

Sie sollten bedenken, dass Sie Ihre Lautsprecher möglicherweise irgendwann aufrüsten möchten. Lassen Sie also bei der Leistung des ELA-Verstärkers noch Spielräume für mehr Lautsprecherboxen.


Übrigens: für alle Audiotechniker, die im ELA-Bereich etwas dazu lernen möchten:


Tipp: ein Zuspieler für die leichtere Bedienung

ELA-Verstärker platzieren Sie am besten geschützt und sicher in Innenräumen. Die Boxen sind allerdings draußen und so wäre eine Fernbedienung zur Abstimmung der Lautsprecher super. Die Lösung: Zuspielgeräte wie der DMP-130MIXBT mit Bluethooth-Empfänger, Klangregelung und IR-Fernbedienung für den MP3-Spieler.

Positionierung von Lautsprechern im Außenbereich

Absolut notwendig für Lautsprecher im Außenbereich ist eine Halterung, die schwenk- oder kippbar ist. Ansonsten gelten viele Regeln, die bei Lautsprechern im Innenbereich wichtig sind, auch im Außenbereich:

  • Hängen Sie die Lautsprecher auch im Außenbereich nicht in Wand- oder Zaunecken.

  • Stellen Sie sicher, dass eine Sichtverbindung zwischen den Lautsprechern und den Zuhörern besteht: Richten Sie die Lautsprecher direkt auf den gewünschten Sweet Spot aus.

  • Platzieren Sie die Subwoofer dort, wo es für Sie am besten ist. Denn ohne Wände gibt’s auch keine Stehwellen-Resonanzen.

  • Denken Sie daran, wie Bäume, Büsche oder anderes Blattwerk den Klang beeinträchtigen können. Auch Hecken oder Büsche können die Reichweite der Lautsprecher und die Klangqualität erheblich beeinflussen. Beachten Sie hier den vertikalen Abstrahlwinkel, nicht nur den horizontalen.

 

Best Practice für die Beschallung von Gastronomien?

4-Zonen-Multiroom-Beschallung
Dezente unaufdringliche Mehrzonen-Beschallung
Anwenderfreundliches Beschallungssystem mit intuitiver Bedienung
Hervorragende Audioqualität für Veranstaltungen und Feiern

Wie funktionieren wetterfeste Lautsprecher?

Wetterfeste Lautsprecher unterscheiden sich nicht wesentlich von Innenlautsprechern. Der Hauptunterschied besteht in der Art des verwendeten Materials für die inneren und äußeren Komponenten: Indoor-Lautsprecher haben Stahlrahmen und -gitter, die nicht unbedingt gegen Rost, Korrosion und sonstige Einflüsse geschützt sind. Wetterfeste Geräte sind aus Edelstahl, Aluminium oder Messing. Im Gegensatz zu wetterfesten Lautsprechern, die häufig eine Vollkunststoffmembran verwenden, haben Indoor-Lautsprecher Papiermembranen in den Treibern, die empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren. Wetterfeste Lautsprecher benötigen robuste Gehäuse, um ihre empfindlichen Komponenten vor Wetter und Staub zu schützen. Wetterfeste Lautsprechergehäuse werden deswegen oft durch eine Polypropylenbeschichtung geschützt. Generell ist es wichtig, dass wetterfeste Lautsprecher bestimmte Tests durchlaufen, bevor sie in Serie gehen:

  • Tests mit ultraviolettem Licht

  • Salzsprühnebeltests

  • Temperaturtests

  • Tests der Dimensionsstabilität

  • Beschleunigte Lebensdauertests, akustische Belastungstests

Obwohl die Gehäuse wasserdicht versiegelt werden können, ist auch ein als wetterfest eingestufter Lautsprecher nicht unbedingt wasserdicht und sollte nicht in Flüssigkeiten eingetaucht werden, es sei denn, er hat die entsprechende IPX-Einstufung. So bedeutet z. B. IPX0 (das „X“ steht für den Schutzgrad gegen feste Partikel), dass der Lautsprecher überhaupt nicht (0) gegen Wasser geschützt ist und von Feuchträumen oder Außenbereichen ferngehalten werden sollte.

 

Bildquelle Headergraphik: Adobe Stock - Hans Sehringer

 

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