Die KfW-Förderung für Einbruchschutz: Mehr Sicherheit für Eigenheime

Wir klären die W-Fragen für Errichter und Eigenheimbesitzer


Fast zwei Millionen Menschen wollen in den nächsten zwei Jahren ihre Einbruchsicherung erneuern oder modernisieren – das ist das Ergebnis einer Umfrage des Institutes für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2018.
Diese zwei Millionen Menschen können sich freuen. Denn die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) fördert eine Palette verschiedener Einbruchschutz-Maßnahmen unter dem unscheinbaren Titel: „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455-E)“. Diese Förderung kann die Entscheidung erleichtern, das Eigenheim sicherer zu machen. Daher ermutigen wir Errichter und Eigenheimbesitzer, die KfW-Förderung zu nutzen.



Was fördert die KfW?


Privatpersonen können alles von der KfW fördern lassen, was das Leben im Haus im weitesten Sinne sicherer macht. Die geförderten Leistungen sind ziemlich vielfältig, lassen sich aber grob unterteilen in:

  • Alarm(melde)technik und Überfallmeldeanlagen
  • Videoüberwachung
  • Zutrittskontrolle, inklusive intelligente Türschlösser und Türspione
  • Alles, was die Eingangstüren und Eingangsbereiche der Immobilie oder der zugehörigen Garage einbruchhemmend macht – auch eine Lichtschaltung um den Eingangsbereich herum oder von der Grenze des Grundstückes zur Tür.

Einbruchschutz fördert die KfW bei den ersten 1000 Euro Investitionsvolumen mit 20 Prozent, bei jeweils weiteren 1000 Euro mit 10 Prozent. Eine Umbaumaßnahme von 2000 Euro würde also mit 300 Euro gefördert. Die maximale Förderung der KfW beträgt 1600 Euro. Diese 1600 Euro Gesamtförderung kommen folglich bei 15000 Euro Kosten zustande. Im Detail geht es um folgende Maßnahmen:

 

Diese Alarmtechnik fördert die KfW


Bei der „klassischen“ Alarmtechnik fördert die KfW Alarm(melde)anlagen, Sirenen, Sensoren, Glasbruchmelder, Bewegungsmelder und die Alarmzentrale selbst. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein Funksystem, ein kabelgebundenes System oder eine Hybrid-Lösung handelt. Lediglich sogenannte Infraschallanlagen sind von der Förderung ausgeschlossen, da diese die geforderten Normen nicht einhalten.
 

Diese Videoüberwachungstechnik fördert die KfW


Auch im Bereich Videoüberwachung fördert die KfW sehr breit: Einerseits die Überwachungskameras selbst, aber auch Netzwerk-Recorder, Monitore, Wandhalterungen und Kamerazubehör. Wenn der Errichter zusätzliche Steckdosen installieren muss, sind auch die Installation und die Steckdosen förderbar.

Diese Maßnahmen zur Zutrittskontrolle fördert die KfW

Da auch Türsprechanlagen zur Absicherung gegen Überfälle beitragen, fördert die KfW auch diese Geräte. Darunter fällt auch eine (Bild-)Gegen sprech anlage. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Kombination von zusätzlichem Licht, einer digitalen Gegensprechanlage und einer Videoüberwachung im Eingangsbereich. Viele Einbrecher sind dadurch bereits abgeschreckt.



Die Voraussetzungen für eine KfW-Förderung zum Einbruchschutz

Einige Vorgaben seitens der KfW gilt es zu beachten.

  • Die verbaute Alarmzentrale muss der Norm DIN EN 50131 Grad 2 entsprechen. Ansonsten gibt es keine Anforderungen an die Sicherheitsprodukte, das
    Material oder Zubehör.
  • Bei Türen ist es die Wider stands klasse RC2 nach DIN EN 1627.
  • Bei Toren ist es die Wider stands klasse WK2 nach DIN V ENV 1627.
  • Die Sicherheitsanlage muss entweder ein Errichter montieren und installieren
    oder ein Errichter muss nach dem Selbsteinbau die Anlage abnehmen.
  • Es muss sich bei dem zu schützenden Objekt um eine Immobilie im Bestand
    handeln, die Sie mit Sicherheitstechnik nachrüsten. Die KfW fördert keine Sicherheitstechnik, die während eines Neubaus verbaut wird. Eine Immobilie ist allerdings einen Tag nach Einzug der Bewohner eine Bestandsimmobilie. Da das Gebäude für die Förderung fertig sein muss, bedeutet das, dass die KfW-Förderung für Einbruchschutz meistens für Funkanlagen genutzt wird, seltener für kabelgebundene Alarmanlagen.

 

Wichtig: Den Antrag auf Förderung muss der Anwender vor Beginn der Maßnahme stellen.

 


Wer kann eine KfW-Förderung für Einbruchschutz in Anspruch nehmen?


Die Förderung richtet sich ausschließlich an Privatanwender, präziser: private Haus und Wohnungsbenutzer. Denn die KfW fördert auch gemietete Objekte. Wenn Sie sich als Mieter dazu entscheiden, eine Alarmanlage zu Ihrer Sicherheit einbauen zu lassen, können Sie das von der KfW fördern lassen. Das müssten Sie nur dann mit Ihrem Vermieter absprechen, wenn dadurch das Gebäude baulich verändert würde.
Eine Modernisierungsvereinbarung ist dann nützlich. Die regelt, was passiert, wenn Sie ausziehen. Was Sie unter keinen Umständen müssen: einen Teil der Förderung an ihren Vermieter abgeben. Mit einer Funk-Alarmanlage sollte es zudem kaum Gegenargumente seitens des Vermieters geben. Denn die sind zerstörungsfrei wieder zu demontieren.

 

Für viele Privathaushalte ist eine Alarmanlage der erste Schritt, sich ein wenig sicherer in den eigenen vier Wänden zu fühlen. Mit einem kleinen Sicherheitskonzept können Sie auch gleichzeitig das Haus ein wenig smarter machen. Denn Sicherheitssysteme wie das Funk/Bus-Hybrid-Alarmsystem JA-100  enthalten optional auch Sensoren für Gasaustritt, Feuer-Detektion oder einen Alarm bei Wasserschäden. Sie können damit auch die Heizung steuern oder das Garagentor öffnen. Ein derartiges, smartes Sicherheitssystem ist heute, dank Funk-Verbindungen, leicht am Haus nachzurüsten.

Wie funktioniert die Förderung für Einbruchschutz konkret?

Wenn Sie Ihren Einbruchschutz fördern lassen wollen, müssen Sie nur ein KfW-Konto haben. Im Antrag auf Förderung geben Sie einen Pauschalbetrag an. Dieser Betrag ist Ihre Schätzung, wie viel die  Nachrüstung mit Alarmtechnik ungefähr kosten wird. Der geschätzte Betrag sollte etwas höher sein als der Kostenvoranschlag, um gegebenenfalls anfallende Mehrkosten direkt mit abzudecken. Die Zusage der Förderung geschieht automatisiert per E-Mail. Das heißt: Schon kurz nach der Antragsstellung wissen Sie in der Regel mehr. Die Identifizierung erfolgt per Post-Ident oder per Video-Chat mit Ihrem gültigen Personalausweis. Haben Sie eine Zusage der KfW, haben Sie ein halbes Jahr Zeit, die Baumaßnahme umzusetzen. Am Ende reichen Sie die Rechnung bei der KfW ein und bekommen den entsprechenden Zuschuss überwiesen.
Der Prozess ist unbürokratisch, die Anreize attraktiv, finden wir. Ein Grund mehr, sich mit einer Förderung ein wenig mehr Sicherheitsgefühl zu gönnen – oder als Errichter die eigenen Kunden auf diese Möglichkeit hinzuweisen.


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