Einbruchmeldeanlagen: Diese Features für Sicherheit und Gebäudeautomation sollten Planer und Interessierte kennen

Einbruchmeldeanlagen können mehr als Einbrüche melden – denn die Verbindung mit Mobilgeräten eröffnet neue Möglichkeiten


Gebäudesicherheit entwickelt sich weiter. Moderne Einbruchmeldeanlagen sind immer häufiger Teil der Gebäudeautomation. Mit dieser Entwicklung wachsen auch die Möglichkeiten für Fachplaner und Errichter. Denn für moderne Einbruchmeldeanlagen ist die Meldung eines Einbruchs nur noch ein Teil des Funktionsumfanges.

Für alle Quereinsteiger, Gebäudetechniker oder Planer, die sich für „Alarmtechnik 3.0“ und Gebäudeautomation interessieren, hat unser Experte Harald Buchholz ein paar Informationen – und viele Grundlagen. Denn wir finden es wichtig, sich auch die grundlegenden Funktionen im Arbeitsalltag immer wieder bewusst zu machen.

Einbruchmeldeanlagen in ihrer Funktion als Sicherheitstechnik: individueller planen als je zuvor

Nur Eingangstür und Hintertür mit Alarmsirene verbinden und fertig? Das war einmal. Eine moderne Einbruchmeldeanlage kann heute in sehr viele individuelle Bereiche aufgeteilt werden. Die Digitalisierung ermöglicht eine große Anzahl verschiedener Meldertypen im Gebäude und auf dem Grundstück. Jeder dieser Melder kann einem Bereich zugewiesen werden, der dann unabhängig von anderen Bereichen scharf oder unscharf geschaltet wird. Weil es fast alle Meldertypen inzwischen als Funk- oder Bus-Variante gibt, können Sie auch professionelle Einbruchmeldeanlagen im Haus problemlos nachrüsten. Einige Einbruchmeldeanlagen ermöglichen bis zu 230 Melder, davon 120 Funk-Melder. Flexibilität und Leistungsfähigkeit sind digitaler Standard, wenn es sich nicht um ein Billigprodukt handelt.

Eine derart große Anzahl an möglichen Meldern bietet die notwendige Flexibilität um sowohl das Einfamilienhaus, als auch komplexere Betriebsgebäude abzusichern.

Es ist besonders wichtig, dass die Nutzer die Einbruchmeldeanlage leicht bedienen können und sich die Technologie flexibel in die Gebäudetechnik einfügt.

Gute Planung macht Einbruchmeldeanlagen auch intuitiver

Die technischen Voraussetzungen für eine einfache Bedienung bringen moderne digitale Einbruchmeldeanlagen meist mit. Sie haben ein großes Bedienfeld mit klar erkennbaren und frei belegbaren Tastenfeldern. Links im Bild ist das Bedienteil einer Einbruchmeldeanlage mit einer Funktionstaste im Kopfbereich zu sehen (über dem Display). Bis zu 20 solcher Funktionstasten lassen sich bei Bedarf montieren und jedes kann mit einer individuellen Funktion belegt werden. Diese Tasten bilden dann die Funktionen und Bereiche der Einbruchmeldeanlage im Haus ab. Dieser obere Bereich mit den Funktionstasten wird beschriftet und ist so für den Benutzer intuitiv erfassbar. Durch die Vorarbeit eines Fachplaners und die Umsetzung durch den Errichter, werden so die Bedürfnisse des Nutzers im Interface des Gerätes widergespiegelt.

Unter diesen Funktionstasten befinden sich ein Display und ein Zifferfeld, um Codes zum Entsperren der Einbruchmeldeanlage einzugeben und bei Bedarf Statusmeldungen auszulesen.

Gute Planung macht Einbruchmeldeanlagen auch intuitiver

Die technischen Voraussetzungen für eine einfache Bedienung bringen moderne digitale Einbruchmeldeanlagen meist mit. Sie haben ein großes Bedienfeld mit klar erkennbaren und frei belegbaren Tastenfeldern. Links im Bild ist das Bedienteil einer Einbruchmeldeanlage mit einer Funktionstaste im Kopfbereich zu sehen (über dem Display). Bis zu 20 solcher Funktionstasten lassen sich bei Bedarf montieren und jedes kann mit einer individuellen Funktion belegt werden. Diese Tasten bilden dann die Funktionen und Bereiche der Einbruchmeldeanlage im Haus ab. Dieser obere Bereich mit den Funktionstasten wird beschriftet und ist so für den Benutzer intuitiv erfassbar. Durch die Vorarbeit eines Fachplaners und die Umsetzung durch den Errichter, werden so die Bedürfnisse des Nutzers im Interface des Gerätes widergespiegelt.

Unter diesen Funktionstasten befinden sich ein Display und ein Zifferfeld, um Codes zum Entsperren der Einbruchmeldeanlage einzugeben und bei Bedarf Statusmeldungen auszulesen.

Beispiel: Meldertypen einer Einbruchmeldeanlage in einem Einfamilienhaus

Beispiel: Meldertypen einer Einbruchmeldeanlage in einem Einfamilienhaus

4 Features für die Sicherheitstechnik durch den Zugriff per Smartphone

Gerade die Nutzung per Smartphone oder mit anderen Mobilgeräten eröffnet neue Möglichkeiten für Einbruchmeldeanlagen. Manchmal sind diese Möglichkeiten gar nicht so offensichtlich. Wir haben vier Inspirationen, die in Planung und Beratung einfließen können.

  1. Sie können die Einbruchmeldeanlage aus der Ferne scharf stellen und auf Ihrem Smartphone jederzeit überprüfen, ob sie scharf gestellt ist – für viele Nutzer ist das auf Reisen sehr beruhigend.
  2. Wenn die Kinder einen Transponder haben, mit dem sie die Einbruchmeldeanlage unscharf schalten, können Sie eine Benachrichtigung per SMS-Report auf Ihrem Smartphone einrichten. Dann wissen Sie zum Beispiel auf der Arbeit, wann und ob die Kinder zu Hause angekommen sind.
  3. Überhaupt dient das Smartphone als mobile Meldezentrale für die Einbruchmeldeanlage. Mit einer Reporting-Funktion wissen Sie genau, wer das Haus betritt und verlässt.
  4. Wenn die verbauten Bewegungsmelder über Kameras verfügen, können Sie oder der Nutzer die Bilder ganz einfach per Smartphone empfangen oder in einer App abrufen.

Achten Sie darauf, dass die Einbruchmeldeanlage mindestens nach EN 50131 Grad 2 zertifiziert ist

Aus zwei Gründen sollten Einbruchmeldeanlagen mindestens den Grad 2 der Europäischen Norm für „Alarmanlagen - Einbruch- und Überfallmeldeanlagen“ haben:

Die meisten Versicherungen fordern mindestens den Grad 2, um eine Einbruchmeldeanlage als effektiven Schutz von Eigentum anzuerkennen.

Die KfW-Förderung für Einbruchschutz fordert mindestens den Grad 2 der EN 50131.


Einbruchmeldeanlagen als Teil der Gebäudeautomation: Smart Home geht auch bodenständig

Moderne Einbruchmeldeanlagen können Sie über Funk- oder Bus-Module auch mit anderen Teilen der Gebäudetechnik verbinden, etwa der Beleuchtung. Die Teile der Gebäudetechnik, die mit der Einbruchmeldeanlage verbunden sind, können Sie dann auch einfach mit der App der Anlage steuern. Oder Sie erstellen bequem einen festen Zeitplan über den integrierten Kalender.

Der große Vorteil moderner Einbruchmeldeanlagen ist die Kombination aus Automatisierung und großer Vielfalt verschiedener Melder.

Diese Funktionen für die Gebäudeautomation sind für viele Nutzer das ausschlaggebende Kaufargument. Denn die Einbruchmeldeanlage wird so zur Zentrale der Gebäudeautomation.

Fenstermelder: Nie wieder vergessen, ein Fenster zu schließen

Moderne Einbruchmeldeanlagen zeigen mit einer LED an, wenn ein Fenster geöffnet ist. Sie können die Einbruchmeldeanlage dann nicht scharf schalten. Wenn Sie sich also angewöhnen, die Einbruchmeldeanlage scharf zu schalten, wenn Sie das Haus verlassen, vergessen Sie auch nie wieder ein Fenster zu schließen. Hier ist es nötig, dass die Einbruchmeldeanlage eine große Menge verschiedener Melder unterstützt. Denken Sie an eine Stadtvilla mit 20 Fenstern – das sind alleine 20 Fenstermelder. Wenn Sie dann noch das Licht im Haus steuern möchten, kommen vielleicht noch einmal 20 Funkschaltmodule an verschiedenen Leuchten dazu.

Rauch- und Wasserstandsmelder: Sicherheit abseits von Einbrechern

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren Rauchmelder. Dieser Meldertyp kann sogar als Innensirene für den Einbruchalarm genutzt werden. Auch ein sogenannter Wassermelder kann Teil der Einbruchmeldeanlage sein. Die sind meist im Keller einen halben Zentimeter über dem Boden an die Wand geschraubt. Werden beide Kontakte eines Wassermelders mehrere Sekunden durch Feuchtigkeit überbrückt, löst der Melder einen Alarm aus. Die Melder zeigen dann einen Alarm in der Alarmzone an, in der sich der Melder befindet.

Rauch- und Wasserstandsmelder: Sicherheit abseits von Einbrechern

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren Rauchmelder. Dieser Meldertyp kann sogar als Innensirene für den Einbruchalarm genutzt werden. Auch ein sogenannter Wassermelder kann Teil der Einbruchmeldeanlage sein. Die sind meist im Keller einen halben Zentimeter über dem Boden an die Wand geschraubt. Werden beide Kontakte eines Wassermelders mehrere Sekunden durch Feuchtigkeit überbrückt, löst der Melder einen Alarm aus. Die Melder zeigen dann einen Alarm in der Alarmzone an, in der sich der Melder befindet.

Einbruchmeldeanlagen für unabhängiges Wohnen im Alter

Es gibt für Einbruchmeldeanlagen inzwischen sowohl Fernbedienungen als auch große Alarmknöpfe. Es gibt Alarmtaster für die Wand und tragbare, mobile Funk-Alarmknöpfe - etwa als Armband – für maximale Sicherheit bei maximaler Mobilität. Sie können die Einbruchmeldeanlage so konfigurieren, dass die Alarmzentrale in Ihrem Haus mit einem einzelnen Knopfdruck einen medizinischen Notfall meldet und Hilfe ruft. So sind Einbruchmeldeanlagen längst auch für pflegebedürftige Menschen ein Stück Sicherheit – und damit Unabhängigkeit.

Für Planer: Beispiele für Melder-Arten, die für die Einbruchmeldeanlage JA-100 verfügbar sind

  • Öffnungsmelder
  • Glasbruchmelder
  • Vibrationsmelder
  • Neigungssensoren
  • Rauchmelder
  • Temperaturmelder
  • Gasmelder
  • Bewegungsmelder mit eingebauten Kameras
  • Halbleitersensoren zur Detektion von Temperaturänderungen
  • Mikrowellen-Bewegungsmelder
  • Wassermelder
  • Infrarotschranken

4 Features für die Gebäudeautomation durch den Zugriff per Smartphone

Auch hier haben wir vier Ideen für Errichter und Planer, die in die Planung einer Einbruchmeldeanlage einfließen können.

  1. Per Smartphone, Tablet oder Laptop können Sie fast alle Funktionen der Einbruchmeldeanlage kontrollieren. Gerade die Schalt- und Schließfunktionen per Funkübertragung sind praktisch. Die Einbruchmeldeanlage ist dann über Schaltmodule zum Beispiel mit dem Garagentor oder dem Tor zum Grundstück verbunden. Auf Knopfdruck können Sie diese Zugänge öffnen oder schließen.
  2. Heizung oder Licht angelassen? Per App auf dem Tablet oder Smartphone können Sie das prüfen und bei Bedarf die Heizung oder die Leuchten ausschalten – auch von der Arbeit aus, im Urlaub oder überall, wo Sie Internetzugriff haben. Entweder nach Bedarf oder nach einem festgelegten Kalender.
  3. Die Kopplung einer Einbruchmeldeanlage mit der Beleuchtung ist nicht nur ein Komfort-Feature. Wenn die Einbruchmeldeanlage einen Alarm auslöst und der Einbrecher in hellem Licht steht, ist das besonders abschreckend.
  4. Sie können über die Einbruchmeldeanlage per Smartphone eine Wasserpumpe für die Bewässerung im Garten ansteuern oder auf dem Weg nach Hause schon einmal die Poolheizung aktivieren.

Wir hoffen, Sie haben jetzt ein paar neue Ideen für die Möglichkeiten moderner Einbruchmeldeanlagen erhalten. Stöbern Sie in unserem Magazin weiter zum Thema Alarmtechnik oder schauen Sie sich unsere Best Practices im Bereich Sicherheitstechnik in unserem Security Solution Guide an.

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