Für Explosionen und Vogelgezwitscher: Diffuser Sound mit der richtigen Dipol-Lautsprecher-Aufstellung

Was Direktstrahler, Dipol- und Bipol-Lautsprecher sind und wo sie stehen sollten, damit Sie den optimalen Sound erreichen


Die einen geben sich mit internen TV-Lautsprechern zufrieden – die anderen halten sich dabei die Ohren zu. Dasselbe gilt für hochwertige Gaming-Systeme. Wer einmal in den Genuss von hochwertigem Surround-Sound gekommen ist, weiß, wie beeindruckend diffuser Klang sein kann – auch zu Hause. Aber wie erreichen Sie den am besten? Und je nachdem, wie tief Sie in der Materie stecken, fragen Sie sich jetzt vielleicht: Diffus, ist das denn gut?!

In diesem Artikel erklären wir Ihnen die unterschiedlichen Funktionsweisen von Direktstrahlern, Dipol- und Bipol-Lautsprechern und geben Tipps zur Aufstellung. Sie wollen direkt wissen, wie Sie zu Hause Ihren Dipol-Lautsprecher aufstellen? Hier geht’s weiter.

So funktionieren Direktstrahler,

Bipol- und Dipol-Lautsprecher

Keine Sorge: Wir fangen hier nicht ganz von vorne an und erklären die grundsätzliche Funktionsweise von Lautsprechern. Die kennen Sie. Wir machen es anders: Wir zeigen Ihnen, wie Direktstrahler, Bipol- und Dipol-Lautsprecher funktionieren, und nehmen das Heimkino dafür als Beispiel. Aber:

Guter Klang ist individuell. Ein Patentrezept für richtig guten Sound gibt es nicht.

Guter Sound hängt erstens von Ihren Räumlichkeiten und zweitens von der Art Ihrer Lautsprecher ab. Die gute Nachricht: Ein klangvolles Ergebnis lässt sich auf verschiedenen Wegen erreichen. Was dabei immer wieder wichtig ist: Reflexion.

  • Direktstrahler sind die meisten klassischen Lautsprecherboxen. Mit einem einzelnen Hochtöner streuen sie den Ton in einem bestimmten Abstrahlwinkel in eine Richtung – nach vorne. Sofern sie nicht ganz bewusst im Raum platziert werden, verortet unser Ohr das Audiosignal von Direktstrahlern sehr zuverlässig. Viele Heimkino-Liebhaber wollen aber genau das nicht. Und greifen daher zu Dipol-Lautsprechern. Dass aber auch mit Direktstrahlern Räumlichkeit möglich ist – dazu später mehr.
     
  • Dipol-Lautsprecher unterscheiden sich oftmals schon durch die „dreieckige“ Form des Gehäuses von Direktstrahlern. Dipol-Lautsprecher haben zwei Hochtöner, die den Schall in zwei verschiedene Richtungen abgeben – je nach Betrachtungsweise nach vorne und hinten bzw. nach rechts und links. Dadurch erreicht der Schall die Hörer nicht auf direktem Weg, sondern per Reflexion über Umwege. Ähnlich ist es bei Lautsprechern mit offener Schallwand. Was aber hinzukommt: Dipol-Lautsprecher arbeiten „phasenversetzt“. Das bedeutet, dass die Signale über die Hochtöner asynchron ausgespielt werden. Es entsteht eine große, deutlich hörbare Räumlichkeit. Eine besondere Form der Dipol-Lautsprecher ist der Open Baffle, etwa unser KATANA-M1.


Ein Dipol-Lautsprecher gibt den Schall in zwei verschiedene Richtungen ab.
  • Bipol-Lautsprecher lassen sich optisch kaum von Dipol-Lautsprechern unterscheiden. Sie verfügen ebenfalls über zwei Hochtöner, die den Schall in zwei Richtungen abgeben – allerdings synchron. Viele Dipol-Lautsprecher lassen sich per Schalter in einen Bipol-Modus umschalten. Während sich dieser für Musik oder Gaming eignet, kommen spezielle Filmeffekte am besten im Dipol-Modus rüber. Also immer dann, wenn wir die Audioquelle gar nicht so genau verorten möchten.


Dipol-Lautsprecher-Aufstellung im Kino:

Ein diffuses Schallfeld von der Seite

Versetzen Sie sich in einen Kinosaal: Abgesehen vom Subwoofer, Center- und Front-Lautsprechern, die für den Surround-Sound unabdingbar sind, befinden sich viele kleine Dipol-Lautsprecher an den Wänden rechts und links neben Ihnen. Das sind die sogenannten Effekt-Lautsprecher.

Sitzen Sie auf gleicher Höhe eines Dipol-Lautsprechers, befinden Sie sich sozusagen in einem „toten Winkel“.

Die Richtwirkung von Dipol-Lautsprechern ist kein einfacher Kegel nach vorne, sondern eine „Acht“ nach vorne und nach hinten. Von der Seite (90°) hören Sie so gut wie nichts – daher spricht man hier von „Auslöschung“. Der Schall verteilt sich über die vielen Dipol-Lautsprecher ganz anders im Raum und wird über verschiedene Reflexionen zu Ihnen zurückgeworfen. Direktstrahler, die genau auf Sie gerichtet sind, erzeugen weniger Räumlichkeit. Sind Lautsprecher in Ihrer Richtwirkung gut platziert, können Sie damit besonders eindrucksvolle eine Klangbühne bauen.  

 

Copyright Galak76 / CC BY-SA 


Die Richtwirkung von Dipol-Lautsprechern ist kein einfacher Kegel nach vorne, sondern eine „Acht“ nach vorne und nach hinten. Von der Seite (90°) hören Sie so gut wie nichts – daher spricht man hier von „Auslöschung“. Der Schall verteilt sich über die vielen Dipol-Lautsprecher ganz anders im Raum und wird über verschiedene Reflexionen zu Ihnen zurückgeworfen. Direktstrahler, die genau auf Sie gerichtet sind, erzeugen weniger Räumlichkeit. Sind Lautsprecher in Ihrer Richtwirkung gut platziert, können Sie damit besonders eindrucksvolle eine Klangbühne bauen.  

 

Copyright Galak76 / CC BY-SA 

Exkurs: Was ist eine Klangbühne (auch: Soundstage)?

Stellen Sie sich einen imaginären dreidimensionalen Bereich vor, in dem Sie die genauen räumlichen Positionen hören können, an denen die einzelnen Instrumente gespielt werden. Das Interessante an der Klangbühne ist, dass ein Teil von ihr den meisten Menschen als bloße Fantasie, quasi imaginär vorkommt. Nur wenige können die Klangbühne auf Anhieb bewusst wahrnehmen, selbst bei gut platzierten Lautsprechern. Das bedeutet, dass vor allem viele Audiophile tiefer in die Musik eintauchen können und so die (imaginäre) Position jedes Instruments heraushören können. Die gehörte Musik ist dann mehr als ein zweidimensionaler Mix, der aus den Lautsprechern in die Ohren geht. Um diese Klangbühne zu hören, spielen der Abstand zwischen den Wänden und den Lautsprechern eine Rolle. Ein kleiner, schmaler Raum führt dazu, dass die Klangbühne eines Liedes deutlich kleiner und zusammengedrängt ist. Die Klangbühne braucht die Reflexion des Halls, um optimal zur Geltung zu kommen. Übrigens eignen sich Open-Baffle-Speaker (auch: Offene Schallwand) besonders gut, um eine Klangbühne auszubreiten.

Wie entsteht eine Klangbühne abseits der Lautsprecher?

Es gibt viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Zum einen Braucht es eine gewisse Vorstellungskraft. Manche Hörer sind vollkommen zufrieden damit, Popmusik über ihre Laptop-Lautsprecher zu hören. Aber das bietet kein tiefes eintauchen in einen musikalischen Ozean.

Ein wichtiges Element für eine detaillierte Klangbühne ist die anfängliche Aufnahme und Produktion des Mixes. Ob ein Instrument oder eine Gruppe von Instrumenten mit Nahmikrofontechniken, Raummikrofontechniken oder einer bestimmten Mischung davon aufgenommen wurde, kann bestimmen, welche Art von akustischen Artefakten oder Umgebungseindrücken im Endprodukt zurückbleiben. Effekte sind Hinweise darauf, wo sich ein Instrument räumlich befindet. Zum Beispiel werden Instrumente, die in einem Mix lauter sind, als näher wahrgenommen. Ebenso können fehlende Texturdetails und Umgebungseffekte wie Nachhall und Delay dazu führen, dass ein Instrument weit entfernt erscheint. Lautstärke, Panning, Klang, Mikrofonierung, Performance und Effekte spielen alle eine Rolle dabei, wie die Position eines Instruments vom Zuhörer wahrgenommen wird.

Eine Klangbühne durch die Konstruktion von Lautsprechern und Verstärkern

Transformatoren, Material und Größe der Treiber, Frequenzweichen sowie Vorverstärker- und Endstufenkomponenten beeinflussen in hohem Maße die Fähigkeit des Lautsprechers, den Klang akkurat wiederzugeben. Die Konstruktion des Gehäuses ist ebenso entscheidend. Es gibt viele Gehäusekonstruktionen auf dem Markt, von denen jede ihre eigenen Vorteile anpreist. Ein begeisterter Audiophiler könnte wahrscheinlich die Unterschiede zwischen dipolaren Lautsprechern, bipolaren Lautsprechern, offenen Schallwänden, abgedichteten Gehäusekonstruktionen mit Frontabstrahlung und allem anderen erkennen. 

Eine Klangbühne durch die Aufstellung der Lautsprecher

Verschiedene Lautsprecher sind auf unterschiedliche Weise konzipiert und abgestimmt. Sie werden daher durch ihre Beziehung zueinander und zu ihrer Umgebung optimiert. Die Suche nach dem Sweet Spot für ein bestimmtes Lautsprecherpaar ist ein langer und kurvenreicher Weg, der jedoch, wenn er einmal gefunden ist, zu einem unvergleichlichen Hörerlebnis führt. Die folgenden Dimensionen beeinflussen das Erlebnis:

  • Abstand zwischen den beiden Lautsprechern

  • Abstand der Lautsprecher von den benachbarten Wänden

  • Abstand zwischen den Lautsprechern und dem Zuhörer

  • Höhe der Lautsprecher im Verhältnis zu den Ohren des Zuhörers

  • Vertikaler Winkel der Lautsprecher

  • Horizontaler Winkel der Lautsprecher

All diese Dimensionen haben einen spürbaren Einfluss auf das gesamte Hörerlebnis und sollten daher berücksichtigt werden. Glücklicherweise kann die Suche nach dem Sweet Spot viel Spaß machen und lehrreich für diejenigen sein, die ein tieferes Verständnis für das Zusammenspiel von Lautsprechern und ihrer Umgebung suchen.

Dipol-Lautsprecher werden im Kino an den Seitenwänden angebracht.

Dipol-Lautsprecher zu Hause: Aufstellung und Höhe

Dipol-Lautsprecher eignen sich im eigenen Wohnzimmer besonders dann, wenn hinter Ihrem Sofa kaum Platz zur Rückwand ist und Sie somit keine Möglichkeit haben, Lautsprecher hinter sich aufzustellen. Was für Dipol-Lautsprecher aber sehr wichtig ist, sind Seitenwände.

Dipol-Lautsprecher hängen Sie an den Seitenwänden am besten 20–60 cm über Ohrhöhe.

Die Dipol-Lautsprecher installieren Sie also rechts und links von sich als Wandlautsprecher. Sie strahlen nach vorn in Richtung Fernseher und nach hinten in Richtung Rückwand ab. So ist am Hörerplatz kein direkter Schall zu hören. Sie sind dem Schall nicht direkt ausgesetzt, sondern sitzen in einer Klangwolke.

Sie werden nicht das Gefühl haben, dass der Sound von den Seitenwänden kommt – Sie können die Quelle nicht genau lokalisieren. Was negativ klingt, ist genau das, was sich viele Heimkino-Fans wünschen.

Übrigens: Falls Sie keine passenden Seitenwände haben, sondern Ihnen nur die Rückwand zur Verfügung steht, befestigen Sie die Lautsprecher am besten rechts und links hinter sich an der Rückwand. Probieren Sie aus, ob Ihnen hierbei dann der Dipol- oder Bipol-Betrieb des Lautsprechers besser gefällt. Und in welchem Surround-System Sie sie nutzen möchten.

Surround-Sound im Heimkino: Diese Systeme gibt es

Nur die wenigsten Wohnzimmer bringen wirklich perfekte Voraussetzungen für den besten Surround-Sound mit. Das liegt daran, dass sie nun mal Wohnzimmer sind – und keine Kinosäle. Verständlicherweise werden erst Möbel aufgestellt und dann Lautsprechersysteme ergänzt. Besser wäre es, einen „nackten“ Raum zu begutachten und sich in Ruhe zu überlegen, an welcher Seite Sie die „Front“ einrichten wollen. Hier würden dann Ihre Front-Lautsprecher und der Fernseher stehen – bei Bedarf natürlich noch mehr. Dazu die entscheidende Ausgangsfrage: Welches System wollen Sie nutzen? Wir haben ein paar Beispiele:

Dolby Stereo-Systeme

Zwei Stereo-Boxen, die Sie links und rechts neben dem Fernseher aufstellen und in einem Winkel zu sich hin drehen. Einfach? Theoretisch. Das bedeutet aber nicht, dass man einfach Lautsprecher in einen Raum stellen kann und einen großartigen Klang erwartet. Zum einen gibt es eine Audioeigenschaft, die "Stereobild" genannt wird und die sich darauf bezieht, wie die Stereotrennung vom Hörer wahrgenommen wird. Dies wirkt sich auch auf die "Klangbühne" aus, d. h. darauf, wie Sie einzelne Klänge innerhalb des Stereobildes lokalisieren können. Anhand einer guten Klangbühne können Sie zum Beispiel bei einer Live-Aufnahme eines Quartetts erkennen, wo der Cellist sitzt.

Sowohl die Klangbühne als auch die Abbildung werden durch eine Kombination aus

  • dem Abstand zwischen den Lautsprechern untereinander

  • dem Abstand zwischen den Lautsprechern und dem Zuhörer

  • dem Winkel, in dem die Lautsprecher auf die Hörposition ausgerichtet sind, beeinflusst.

Wir können Ihnen bei der Aufstellung helfen, empfehlen Ihnen jedoch, mit der Ausrichtung der Lautsprecher zu experimentieren, um den besten Klang zu erzielen. Einige Lautsprecher eignen sich besser, wenn sie fast geradeaus, senkrecht zur Rückwand, ausgerichtet sind, während andere fast direkt auf den mittleren Sitzplatz ausgerichtet werden sollten.

Ein paar Tipps dazu:

Stellen Sie zunächst Ihre Frontlautsprecher so auf, dass Sie mit der primären (mittleren) Hörposition ein Dreieck bilden. Stellen Sie sicher, dass zwischen den Lautsprechern genügend Platz ist, damit sie ein schönes Stereobild erzeugen können. Oft sehen wir Leute, die ihre Lautsprecher direkt rechts und links neben ihrem Fernseher aufstellen. Das mag zwar ästhetischen Ansprüchen genügen, aber ein 42- oder 50-Zoll-Fernseher bietet keine ausreichende Stereotrennung, um Ihre Musik gut klingen zu lassen, und ermöglicht auch nicht den weitläufigen Theatersound von Filmen.

Sobald Sie den richtigen Abstand und die richtige Positionierung gefunden haben, experimentieren Sie mit dem Winkel der Lautsprecher. Beginnen Sie mit nur einer ganz leichten Neigung nach innen (in Richtung der mittleren Sitzposition). Spielen Sie ein Ihnen vertrautes Musikstück ab, vorzugsweise ein Live-Stück. So können Sie versuchen, die Position der verschiedenen Interpreten auf der Bühne zu bestimmen. Nachdem Sie eine Weile zugehört haben, erhöhen Sie den Winkel der Lautsprecher leicht, wobei Sie sie immer weiter nach innen drehen. Hören Sie erneut zu. Der Punkt, an dem Sie den breitesten, weitreichendsten Klang hören und die Musiker auf der Klangbühne am genauesten lokalisieren können, ist der richtige Vorspurwinkel für Ihre Lautsprecher.

Dolby 2.1: Stereo-Lautsprecher mit Subwoofer

Möchten Sie einen Subwoofer integrieren, können Sie wenig falsch machen, da das menschliche Ohr sehr tiefe Frequenzen kaum verorten kann. Sie können ihn mittig oder leicht versetzt zwischen den beiden Front-Lautsprechern platzieren.

Dolby Surround 5.1 - das klassische Heimkino

Es besteht aus sechs Lautsprechern: Center-Speaker, Subwoofer, zwei Front-Lautsprechern und zwei seitlich angebrachten Effekt-Lautsprechern (häufig Dipol-Lautsprecher). Das Schöne am Hinzufügen weiterer Lautsprecher ist, dass Sie auf dem aufbauen können, was Sie bereits haben. Wenn Sie zum Beispiel ein Stereosystem zu einem 5.1-Surround-System erweitern, müssen Sie die Frontlautsprecher nicht neu positionieren - es sei denn, Sie rüsten auf. Bei 5.1 gibt es zwei grundlegende Konfigurationen für die Aufstellung von Heimkino-Lautsprechern: die empfohlene Konfiguration und die "Drop Back and Punt"-Konfiguration. Nicht, dass die zweite Konfiguration schlecht wäre, aber sie eignet sich nicht für die optimale Wiedergabe von 5.1-Surround, so wie es abgemischt wurde.

Empfohlene Lautsprecheraufstellung für 5.1

Bei einer typischen 5.1-Surround-Aufstellung sollten Sie Ihre Surround-Lautsprecher seitlich und direkt hinter der Hörposition aufstellen. Häufig handelt es sich dabei um diffuse Lautsprecher, sogenannte "Dipol"-Lautsprecher. Der Grund dafür ist, dass Surround-Lautsprecher bei Filmen als Umgebungsquellen für Effekte und Hintergründe gedacht sind, mit gelegentlichen Punktquelleneffekten.

Wenn Sie Ihre Lautsprecher nicht an der Seite aufstellen können, ist eine alternative Aufstellung an der Rückwand eine gute Alternative. Achten Sie bei dieser Anordnung der Heimkino-Lautsprecher darauf, dass die hinteren Lautsprecher nicht auf die Hörposition ausgerichtet sind - zumindest nicht, wenn Sie das System hauptsächlich für das Anschauen von Filmen konfigurieren möchten.

Dolby Surround 7.1. - zusätzliche Power von hinten

Der Aufbau eines 7.1-Systems ist analog zum 5.1-System, allerdings kommen an der Rückwand zwei weitere Effektlautsprecher hinzu. 

7.1 ist großartig, wenn Sie etwas Platz hinter Ihrer Hörposition haben. In vielen Wohnräumen ist dies möglich, aber nur wenn der Raum groß genug ist, lohnen sich die zusätzlichen Lautsprecher. Wir würden behaupten, dass Sie, wenn Ihr Raum ein 7.1-System nicht ohne Weiteres unterstützt, besser Ihre 5.1-Lautsprecher aufrüsten sollten, als ein paar weitere hinzuzufügen und zu versuchen, es zum Laufen zu bringen. Bei 7.1 gibt es eigentlich zwei Denkansätze für die Aufstellung von Heimkino-Lautsprechern. Wenn Sie einen THX-zertifizierten AV-Receiver haben, können Sie den ASA (Advanced Speaker Array) DSP verwenden, um einen sehr beeindruckenden Surround-Sound zu erzielen. Die Funktionsweise besteht darin, zwei Lautsprecher fast nebeneinander im hinteren Teil des Raums aufzustellen, während der Rest des Raums wie bei einem normalen 5.1-Surround-Sound-System konfiguriert ist. Diese hinteren Lautsprecher interagieren dann mit den seitlichen Surround-Lautsprechern, um je nach Modus und wiedergegebenem Inhalt eine präzise oder diffuse Surround-Wiedergabe zu erzielen. THX hat dieses System so konzipiert, dass es flexibel genug ist, um alle erforderlichen Surround-Formate zu verarbeiten, und empfiehlt die Verwendung in Verbindung mit Geräten, die über ihre spezielle digitale Signalverarbeitung verfügen (THX-zertifizierte AV-Receiver).

Ausnahmen von der Regel und alternative Aufstellungsmöglichkeiten

Nicht jeder Raum hat die gleiche Größe oder Form. Und natürlich hat auch nicht jeder die gleichen Lautsprecher. Mit Surround Sound haben Sie viel Flexibilität, aber Sie sollten sich an so viele "Regeln" wie möglich halten. Hier sind ein paar, die Sie nach Möglichkeit einhalten sollten:

  • Versuchen Sie, Ihre Lautsprecher parallel zueinander aufzustellen. Die Surround-Lautsprecher sollten beide gleich weit von der Vorderseite des Raums entfernt sein, damit nicht einer näher am Fernseher steht als der andere.

  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit in die Decke eingelassene Haupt- oder Center-Kanal-Lautsprecher. Sie wollen, dass der Ton vom Bildschirm/Fernseher kommt, und erhöhte Lautsprecher lenken das Geschehen eher vom Bildschirm ab.

  • Die Aufstellung eines Subwoofers in einer Ecke ist zwar sehr beliebt, führt aber zu einer ungleichmäßigen Basswiedergabe mit mehr "Spitzen". Versuchen Sie, Ihren Subwoofer nach Möglichkeit mindestens einen Meter von einer Ecke entfernt aufzustellen. Dies ist ein allgemeiner Vorschlag, und wir empfehlen Ihnen daher, unseren Leitfaden "Wo platziere ich meinen Subwoofer" zu verwenden, um den besten Platz für Ihren Subwoofer zu finden.

  • Zweipolige Surround-Lautsprecher erzeugen einen schönen diffusen Klang für Soundtracks, während zweipolige Lautsprecher einen direkteren Klang bieten. Einige Surround-Lautsprecher können zwischen beiden Modi hin- und herschalten. Das ist zwar nicht besonders praktisch, bietet Ihnen aber möglicherweise mehr Flexibilität, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eher Filme oder Musik in Mehrkanal-Surround-Sound hören.

  • Versuchen Sie, nicht an einer Rückwand zu sitzen. Wenn Sie Ihren Sitz oder Ihr Sofa auch nur einen oder zwei Meter von der Rückwand entfernt aufstellen können, lassen sich akustische Probleme vermeiden, die mit dem Sitzen an einer Begrenzungswand verbunden sind.

  • Richten Sie Ihre Lautsprecher immer aus, nachdem Sie sie in irgendeiner Weise angepasst haben, sei es durch Verschieben, Einstellen oder Auswechseln von Geräten.

Dolby Atmos

Über das Dolby-Atmos-System kommt zusätzlicher Klang von oben. Entweder verbauen Sie Atmos-Lautsprecher an der Decke oder Sie setzen sogenannte Aufsatz-Lautsprecher auf die Frontlautsprecher, die auf die Decke gerichtet sind und mit Reflexion arbeiten.

Diffuser Sound: Auch mit Direktstrahlern möglich

Diffuser Sound ist das, was uns bei Filmen mit vielen Effekten so fasziniert. Das Hauptgeschehen des Films nehmen wir zwar überwiegend vorne wahr und das ist auch gut so. Aber viele Nebengeräusche schwirren uns von allen Seiten um die Ohren. Mit Direktstrahlern lässt sich dieser Effekt grundsätzlich schlechter erreichen.

Im Heimkino mit Surround-System stehen Direktstrahler am ehesten seitlich hinter dem Sofa – im Zwischenraum zwischen Sofa und Wand. Klar, dafür müssen die räumlichen Gegebenheiten passen. Sie werden die Audioquelle gut lokalisieren können. Wenn Sie das aber stört, können Sie noch einen kleinen Trick anwenden:

Richten Sie die Direktstrahler auf die Decke aus und schon sind es wieder die Reflexionen, die viel Räumlichkeit erzeugen.

Sie merken: Guter Klang ist nicht einfach und vor allem nicht immer gleich. Das Heimkino ist hierbei nur ein Beispiel. Die Audioqualität ist immer abhängig von Raumgrößen, Lautsprecherarten und vielen weiteren Faktoren. Stöbern Sie gern in unserem Magazin – wir haben viele weitere interessante Artikel für Sie! Oder, wenn Sie hier als Händler, Errichter oder Planer lesen, kontaktieren Sie uns hier, wenn Sie ein Beschallungsprojekt umsetzen wollen.

Bildquellen Adobe Stock,  innershadows, alexhitrov und ra2 studio

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